1975 legte Susanne Lustenberger – Haldimann den Grundstein für die heutige Spielgruppe. Als junge Mutter, Kindergärtnerin und Heilpädagogin suchte sie eine soziale Spielmöglichkeit für vierjährige Kinder. Diese Vorstufe vor dem Kindergarten sollte den Kindern helfen, sich langsam von den Eltern zu lösen, sich in einer kleineren Gruppe wohl zu fühlen, sich mit anderen Kindern zu beschäftigen und sich neue Fertigkeiten anzueignen. Susanne Lustenberger klopfte an verschiedenen Türen an, um ihr Anliegen vorzustellen. Sie brauchte sehr viel Überzeugungskraft.Doch Dank der grossen Unterstützung von vielen Institutionen und ganz besonders vom damaligen Gemeindeammann Felix Hardegger gelang es der Pionierin, die erste Spielgruppe im Sommer 1975 ins Leben zu rufen.

Im verwaisten Kindergarten Innerschachen konnten die ersten Kinder die Spielgruppe besuchen. Die Nachfrage war so gross, dass bereits drei Gruppen geführt wurden. In Margrith Scherrer und Esther Grunder fand Susanne Lustenberger zwei engagierte Wegbegleiterinnen.

Nach einigen Jahren im Innerschachen musste die Spielgruppe in den leeren Kindergarten St.Anna zügeln, dann ging es für ein Jahr in ein Schulzimmer ins Zentralschulhaus und seit 1983 hat das Vogelnäscht sein heimeliges Zuhause im kleinen, braunen Haus an der Schlösslistrasse.

Mehr als 2000 Kinder durften in all den Jahren viele frohe und lehrreiche Stunden im «Vogelnäscht» verbringen. Mit viel Herzblut ermöglichten verschiedene Leiterinnen den Vorschulkindern tolle Erlebnisse und wertvolle Erfahrungen. Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern wird immer sehr gefördert. Die Gemeinde stellt der Spielgruppe seit 1975 grosszügigerweise das Lokal gratis zur Verfügung.

Für alles andere sind die Leiterinnen zuständig. Mit grossem persönlichem Einsatz und viel Freude für das Kind ist es allen Verantwortlichen in den vierzig Jahren gelungen, diese nicht mehr wegzudenkende Institution «Spielgruppe Vogelnäscht» weiterzuführen.